Concertini Bacikin
"Concertini", Musik für Ensemble
mit Helmut Lachenmann
Konzerthaus Berlin, November 2015
 

UNITEDBERLIN

1989 wurde das ensemble unitedberlin gegründet - Sinnbild der wiedergewonnenen Verbindung von Musik und Musikern in der lange geteilten Stadt. unitedberlin ist nicht nur im musikalischen, sondern auch im internationalen Sinne grenzüberschreitend: Gastkonzerte auf Festivals neuer Musik in Albanien, Brasilien, Frankreich, Israel, Polen, Russland, Spanien, Südkorea, China, Ungarn, Schweiz und in den USA begleiten die regelmäßige Arbeit des Ensembles in Berlin. Jüngste internationale Engagements waren Auftritte auf Festivals in Ljubljana (Slowind) und Seoul (Seoul International Computer Music Festival).

Das Ensemble präsentiert integrale Aufführungen im Bereich der neuesten Musik, eingebettet in den Kontext des modernen Kammermusikrepertoires - von Schönberg und Webern bis zu Nono und Cage. Zahlreiche Konzertprogramme wurden in enger Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten erarbeitet, so u.a. mit Vinko Globokar, Wolfgang Rihm, Mauricio Kagel, Christian Wolff, Toshio Hosokawa, Helmut Lachenmann und György Kurtág. Die Aufführungen wurden von den Kom­ponisten in der Erarbeitung betreut und mit Veranstaltungen wie Vorträgen, instrumentalen Workshops und Dokumentarprojekten ergänzt.

Nach einer ersten und überaus erfolgreichen Saison 2015/16 sind wir glücklich, im Konzerthaus Berlin weiterhin als Ensemble in Residence, gemeinsam mit Vladimir Jurowski als Artistic Advisor, eingeladen zu sein. Diese Konstellation von Dirigent und Ensemble ist nicht neu, viele Projekte haben uns bereits zusammengeführt. Darunter sind CD-Produktionen mit Werken Berliner Komponisten ebenso zu finden wie Aufführungen großformatiger Ensemblewerke von Hans Werner Henze oder Hans Zender.

Damir ist eingeladen als solo Trompeter „Five Runic Songs" für solo Trompete, Horn, Fagott, Violine, Violoncello und Kontrabass, von amerikanische Komponist Jeffery Cotton mit dem Mitglieder- des Ensemble unitedberlins aufzutreten. Dirigiert Vladimir Jurowski, der designierte Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, am Februar 19. 2017, Sonntag 20.00 Uhr Werner-Otto-Saal, Konzerthaus Berlin

unitedberlin.de

work in progress

"Leipzignoir 1914" - Das Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig, Dezember 2014
WORK IN PROGRESS

"work in progress - Berlin" widmet sich dem Aufspüren wesentlicher Tendenzen und zukunftsweisender Strömungen gegenwärtiger Musik. Die Musiker, die in der aktuellen, internationalen Besetzung tätig sind, engagieren sich darüber hinaus gleichermaßen für die Auseinandersetzung mit wichtigen Werken der letzten Dekaden und der Etablierung unbekannterer, aber interessanter Werke im allgemeinen Repertoire zeitgenössischer Musik.

Zahlreiche Ur- wie auch Wiederaufführungen bedeutender Werke der jüngeren Vergangenheit standen seit der Gründung 1988 auf den Programmen und wurden, wenn möglich, in enger Zusammenarbeit mit den Komponisten studiert. Durch den somit mehr als zwei Jahrzehnte währenden, kontinuierlichen Austausch mit jeweils innovativen Akteuren konnten zahlreiche, die jeweilige Gegenwart aufnehmende Programme realisiert werden. Unmittelbare Impulse erhielten die Musiker von 'work in progress - Berlin' so in der Zusammenarbeit mit Helmut Lachenmann, Peter Ablinger, Jakob Ullmann, Hans-Joachim Hespos, Julio Estrada, Georg-Friedrich Haas, in jüngerer Vergangenheit mit Mark Andre, Michael-Edward Edgerton, Alex Nowitz, Clara Maïda, Sylvia Fómina, Anno Schreier, Philipp Maintz, Lisa Bielawa, Caspar de Gelmini, Haruyuki Suzuki oder Gabriel Pareyón. Seit 2008 arbeitet das Ensemble in verschiedenen Produktionen mit dem Vocalconsort Berlin zusammen.

Neben der Konzerttätigkeit an Berliner Spielorten wie dem Konzerthaus Berlin, dem Kammermusiksaal der Philharmonie, der Akademie der Künste, der Villa Elisabeth, der Berlinischen Galerie und einer kontinuierlichen Zusammenarbeit mit dem Radialsystem V war das Ensemble zu Gast bei zahlreichen Spielstätten und Festivals für Neue Musik in Deutschland und verschiedenen europäischen Ländern und fand für seine exemplarischen Interpretationen überregionale Anerkennung.

Seit 2005 ist "work in progress - Berlin" auch im Bereich des Musiktheaters tätig. So fanden im Werner-Otto-Saal des Konzerthauses Berlin drei Produktionen mit Werken Sylvano Bussottis statt (La Passion selon Sade, Silvano Sylvano, Pièces de chair II). Besonderen Erfolg hatte die Produktion von Mark Andres "...22,13..." im Radialsystem V (2010) in Zusammenarbeit mit dem Experimentalstudio des SWR, die auch durch ihre Veröffentlichung auf CD und deren Vorstellung auf den Donaueschinger Musiktagen 2011 weit über Berlin hinaus Resonanz fand. 2013 wurde in Koproduktion mit dem Theater Basel Henri Pousseurs „Votre Faust” im Radialsystem V Berlin und im Theater Basel erstmals in seiner musikalischen Originalgestalt auf die Bühne gebracht. Der "Klassiker" variablen Musiktheaters konnte so einem großem Publikum vorgestellt werden.

workinprogress-berlin.de
fzml.de

MEKOMOT

Zeitgenössische Musik und alte jüdische Gesänge — eine Konzerttour durch ehemalige und neue Synagogen in Deutschland und Polen mit neuen Kompositionen von Amit Gilutz, Bnaya Halperin-Kaddari, Eres Holz, Sarah Nemtsov und Amir Shpilman.

»Vor allem in kleineren Orten in Deutschland gibt es zahlreiche ehemalige Synagogen. Die Nacht des 9. November 1938 haben sie aus unterschiedlichen Gründen ›überlebt‹, etwa weil sie dicht an Nachbarhäusern standen, weil die Juden den Ort bereits verlassen hatten oder aus anderen Gründen. Es sind bisweilen beeindruckende Bauten, mit einer besonderen — dunklen wie auch hellen — Geschichte. Die Synagogen wurden nach dem Krieg oft zu Lagerhallen, Abstellräumen, Restaurants oder Wohnhäusern. Vielerorts haben sich jedoch Initiativen gegründet, die sich für eine angemessenere Nutzung dieser Gebäude einsetzen. Diesem Engagement ist es zu verdanken, dass viele dieser ehemaligen zweckentfremdeten und auch verfallenen Synagogen inzwischen zu Museen oder Begegnungsstätten geworden sind. Die Erinnerung an die Geschichte der jeweiligen Synagoge und die Geschichte der Juden im Ort wird so wachgehalten. Diese Bauten werden allerdings nicht mehr im Sinne ihrer eigentlichen Bestimmung genutzt. Es werden keine Gottesdienste mehr abgehalten. Sie sind keine Zentren einer jüdischen Gemeinschaft mehr. In diesen kleineren Städten leben keine oder kaum mehr Juden. Die Synagogen sind Erinnerungsorte

Die fünf neuen Werke von Bnaya Halperin-Kaddari, Amit Gilutz, Eres Holz, Amir Shpilman und mir Sarah Nemtsov integrieren das Instrumentalensemble; die alten jüdischen Gesänge sind hingegen unbegleitet. Der traditionelle Gesang schafft so gleichzeitig Verbindung und Abstand, Raum zwischen den modernen Kompositionen. Im Aufeinandertreffen der verschiedenen Teile entsteht eine beziehungsreiche musikalische Konstellation, zugleich wird eine übergeordnete Form durch das Minchah (Nachmittagsgebet) geschaffen. Interessant ist, dass die überlieferten alten Gesänge musikalisch teilweise zugleich archaisch und modern klingen und so für viele Zuhörer ähnlich exotisch wirken dürften wie zeitgenössische Musik. Es gilt hier doppelt zu entdecken! Für mich war auch die Frage, ob es möglich ist — heute, im globalisierten 21. Jahrhundert — eine Art neue Liturgie zu schaffen, moderne jüdische Musik als gemeinsames Gebet, wenn auch zweifelnd, säkular, kritisch und aktuell, persönlich, durch subjektive Filter der Komponisten, von denen jeder ästhetisch ein ganz eigenes Profil hat. Musik im Bewusstsein und in Auseinandersetzung mit der Geschichte; jedoch als positives Statement für die Zukunft.

mekomot.de

*DAMIR BACIKIN ALS GAST TROMPETER
KAMMER ENSEMBLE NEUE MUSIK BERLIN

Das Ensemble KNM wird unterstützt durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin und die Kulturprojekte Berlin GmbH. Ausgewählte Projekte wurden durch den Hauptstadtkulturfonds, die Kulturstiftung des Bundes und den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

Kommende Projekte:

Die Welt nach Tiepolo -
Ensemble KNM Berlin & friends
Ensemble KomboÏ
Sa, 29. April 2017, 20:00 Uhr
Radialsystem V, Berlin

Vergangene Projekte:

2014
"Hydra" Alexandra Filonenko
"Scompositio" Boris Filanowski
März Musik Berlin

2012
"Kontrapunkte" Karlheinz Stockhausen
Akademie der Künste Berlin

2010
"Kammer-Symphonie" Hanns Eisler
Salzburg Biennale


kammerensemble.de

DAS ZAFRAAN ENSEMBLE

... aus Berlin ist ein junges und vielseitiges Ensemble für zeitgenössische Musik, das sich durch seine hohe musikalische Qualität und innovative Konzertformate auszeichnet. Dies spiegelt sich unter anderem in zahlreichen Preisen bei renommierten internationalen Wettbewerben und der Zusammenarbeit mit den bedeutendsten Komponisten unserer Zeit wider.

Vergangenes:

2016
"Recital" (for Cathy) Luciano Berio
With my eyes full of sound at Gemäldegalerie, Berlin

2015
"Recital" (for Cathy) Luciano Berio
Dresdner Kunstfest, Albertinum, Dresden

2013
"Passacaglia-Fragment" Alban Berg
Art für das Ensemble von Klaus Simon
Konzerthaus, Berlin

2011
"Les larmes du couteau" Bohuslav Martinů
HfM "Hanns Eisler" Marstall Bühne, Berlin


zafraanensemble.com

DAS SOLISTENENSEMBLE KELEIDOSKOP

Das Solistenensemble Kaleidoskop ist ein Kammerorchester, das sich zur Aufgabe gestellt hat, traditionelle Konzertformen zu durchbrechen und verschiedene Künste in inszenierte Konzerte, Musiktheater oder Installationen einzubeziehen.

2006 in Berlin gegründet, hat es sich unter der künstlerischen Leitung von Michael Rauter und Daniella Strasfogel vom klassischen Ensemble zu einer Künstlergruppe entwickelt, dessen szenische Musikproduktionen schon weit über die Grenzen Berlins hinaus bekannt sind. Im Laufe der Jahre hat sich das Ensemble stetig gewandelt und immer wieder innovative Formen der Musikvermittlung erprobt. In Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus anderen Bereichen (z.B. Architektur, Tanz, Literatur, Schauspiel oder Lichtdesign) sucht Kaleidoskop nach neuen Aufführungs- und Vermittlungsformen. 2013/14 erhält das Ensemble eine Förderung durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin.

2010
"Orfeo" Monteverdi, "Come as you are" Curt Cobain, "Mesecina" Goran Bregovic (arr Daniel Glatzel)
"The funeral" Damir Bacikin Orfeo's Brass Ensemble.
Herrenhausen Festival, Hanover

2009
"Fremde Orte"
RADIALSYSTEM V, Berlin

2008
"Christmass oratorio" J.S. Bach
RADIALSYSTEM V, Berlin

2007
"Solders tale" I. Stravinsky
Ballhaus Nanynstraße, Berlin


kaleidoskopmusik.de

Wladimir
"Quatre chants pour franchir le seuil" G. Grisey
mit Vladimir Jurowski
Konzerthaus Berlin, November 2014